Trauma

Ariane:
Trauma und Weitergabe über Generationen – Textbausteine

Was ist Trauma? Und was meint Weitergabe von Trauma?

Trauma bezeichnet eine Wunde aber nicht im Sinne eines Kratzers auf der
Haut, sondern im Sinne eines tiefgreifenden Risses…es geht um sehr tiefe
Wunden. (Ihre Ursachen sind Gewalt. )
Wunden können dann heilen, wenn sie richtig gut versorgt sind, wenn sie
als solche anerkannt werden, gesehen, gewürdigt und gewertschätzt
werden…., nicht, wenn sie immer wieder aufgerissen, verleugnet und
abgesprochen werden. Wunden und Verletzungen können weitergegeben werden:
Vererbte Wunden, weitergegebene Wunden… - So wird etwa von der
transgenerationalen Trauma-Weitergabe von Holocaust-Erfahrungen -
Verfolgungs-, Gewalt- und Vernichtungserfahrungen – gesprochen. Gewalt- |
Traumatisierenden Erfahrungen werden an die Kinder weitergegeben – innere
Konflikte, Selbstbilder… Auswirkungen zeigen sich auf Träume Selbstbilder,
emotionales Erleben und unbewusstes Agieren … auch über mehrerer
Generationen.

 

Werden Traumata nicht verarbeitet, werden sie an die Kinder durch Übertragung und Gegenübertragung weitergegeben und die Symptomatik verschlimmert sich von Generation zu Generation.
In Deutschland leiden Menschen an den Folgen des 1. und 2. Weltkrieges. Jede 2. Person ist durch Kriegserlebnisse traumatisiert worden. Es kann sein, dass Symptome wie Schlafstörungen, Panikattacken und Flashbacks oder somatische Beschwerden erst spät im Leben auftauchen.

 

siehe dazu den Artikel über Kriegstrauma
70 Jahre nach der Befreiung - wie befreit sind wir wirklich?
Männer, die als Soldaten unmenschlichen Bedingungen ausgesetzt waren, üben verstärkt häusliche Gewalt aus. Hinzu kommen die Auswirkungen der schwarzen Pädagogik, die Erziehung der Kinder zu gehorsamen Untertanen.

Untersuchungen weisen darauf hin, dass traumatische Ereignisse des 2. Weltkrieges erst nach mehreren Generationen aufgearbeitet werden können. Die Großeltern waren nicht in der Lage, über die extremen Erlebnisse zu reden. Sie unterdrückten ihre Gefühle und lenkten sich mit dem Wiederaufbau ab. Sie waren bedürftig und die Kinder von ihnen abhängig.

Die Kinder hatten die Atmosphäre und die Auswirkungen der Traumata auf die Eltern auszuhalten. Oft übernahmen sie eine Elternrolle und versuchten, den Kummer der Eltern auszugleichen (Parentifizierung). Zurück bleiben Verlassenheitsängste, Identitätsprobleme und fehlende positive Kindheitserinnerungen.

Die Enkelgeneration hat dadurch kein Vertrauen ins Leben entwickeln können, sie leidet unter unerklärbaren Ängsten und unter Blockaden, die durch Familiengeheimnisse verursacht werden. Die Folgen von Kriegstraumata finden sich dann in den Paarbeziehungen wieder.

Es ist wichtig für die Enkel, nachzufragen und die Geschichte der Familie aufzudecken, sich mit Tätern wie Opfern des 1. und 2. Weltkrieges auseinander zu setzen.

Kriegserlebnisse, Flucht, Vertreibung, Verfolgung, Täterschaft und Unterdrückung sind Auswirkungen von gesellschaftlichen Entwicklungen, es können aber auch persönliche Themen weitergegeben werden wie Verrat, Verschweigen, Mord oder Selbstmord eines Mitglieds der Familie.

 

Trauma

What is trauma?
And what does passing on trauma mean?


Trauma refers to a wound but not in the sense of a scratch on the Skin, but in the sense of a deep crack ... it's about very deep Wounds. (It is caused by violence.) Wounds can heal when they are really well cared for, when they are to be recognized, seen, appreciated and valued as such be ...., not if they are repeatedly torn open, denied and to be discussed. Wounds and injuries can be passed on: Inherited wounds, passed on wounds ... - This is what the transgenerational trauma transmission of Holocaust experiences - Experiences of persecution, violence and extermination - spoken. Violence | Traumatic experiences are passed on to the children - internal ones Conflicts, self-images ... effects show themselves on dreams self-images, emotional experience and unconscious action ... even across several Generations.


If trauma is not dealt with, it is passed on to the children through transference and countertransference, and the symptoms worsen from generation to generation. In Germany people suffer from the consequences of the 1st and 2nd World War. Every second person has been traumatized by experiences of war. Symptoms such as insomnia, panic attacks and flashbacks, or somatic complaints may not show up until late in life.

70 Years After Liberation - How Liberated Are We Really? Men who were exposed to inhuman conditions as soldiers are increasingly involved in domestic violence. Added to this are the effects of black pedagogy, the upbringing of children to be obedient subjects. Studies indicate that traumatic events of World War II can only be dealt with after several generations. The grandparents were unable to talk about the extreme experiences. They suppressed their feelings and distracted themselves with the reconstruction. They were needy and the children were dependent on them. The children had to endure the atmosphere and the effects of the trauma on their parents. Often they took on a parenting role and tried to make up for their parents' grief (parentification). Fears of abandonment, identity problems and a lack of positive childhood memories are left behind. The grandchildren have not been able to develop confidence in life as a result, they suffer from inexplicable fears and blockages caused by family secrets. The consequences of war trauma can then be found in the couple relationships. It is important for the grandchildren to inquire and uncover the history of the family, to deal with perpetrators and victims of World War I and II. Experiences of war, flight, displacement, persecution, perpetration and oppression are the effects of social developments, but personal issues such as betrayal, concealment, murder or suicide of a member of the family can also be passed on.